Ein starkes Team! v.l. KIMI, FRIDA, MIA

"Hunde lesen lernen"

Hundeseminare-Berlin.net hat ein interessantes Seminar mit Ulrike Seumel durchgeführt. Die Veranstaltung hat mich deutlich weiter gebracht im Verstehen der Körpersprache meiner Hunde.

Februar 2017 - Uhlenhorst Grundschule in Berlin "Hundeführerschein" mit Kimi und Frida


Liebes Thera-Pon-Team,
wir hatten in den Winterferien 2017 an 5 Tagen den Therapiehund für das Projekt "Hunde machen Schule" bei uns zu Gast. Die Ferienkinder und die Erzieherinnen waren begeistert.

Die Ferienkinder haben in der Theorie und vor allem praktisch den Umgang mit Hunden gelernt.

Das Ziel war es, ihnen die Angst vor Hunden zu nehmen. Es waren rundum gelungene Veranstaltungen  und dafür möchten wir uns bei Ihnen recht herzlich bedanken.

Der Höhepunkt war immer die Übergabe des Hundeführerscheins.

Es grüßen ganz herzlich die Kinder und Erzieherinnen der Uhlenhorst-Grundschule.

Januar 2017 - Justus von Liebig - Grundschule in Berlin

Die Mädchen und Jungen der 4. Klasse sind mit viel Spaß und Interesse beim Erwerb des Hundeführerscheins! Kimi und Frida waren einfach Spitze! Frida hat ihren ersten Einsatz als "Schulhund" toll gemeistert!

Frida ist jetzt auch ein Therapiehund!

Die Ausbildung und die Arbeit mit unserer Frida haben sich gelohnt. Am 14.01.2017 hat unsere kleine Ponhündin das Zertifikat als Therapiebegleithund erhalten. Das ganze Thera-Pon-Team ist stolz auf die neue Kollegin!

27. April 2016

KIMI in der Schule

Liebe Frau Hommel,

der Tag heute war super schön. Alle Kinder fanden es toll etwas über die Hundesprache zu lernen, und diese dann auch bei KIMI auszuprobieren.
Es wurde viel gelacht und gestaunt. Jedes Kind hatte auch eigene Geschichten über den Hund mit im Gepäck.
Es wurden viele Fragen gestellt; auf fast jede gab es auch eine Antwort.
Am lustigsten waren die praktischen Übungen draussen auf dem Schulhof, wo jedes Kind Hundeführer sein durfte.
Der Tag hat allen gefallen und wir haben viel gelernt- Vielen Dank dafür.
Ihre Kinder der Klasse 2a von der Stadtschule Altlandsberg
PS: Vielleicht sehen wir uns ja bei KIDETI wieder 
KIMI hat mit ihrer ruhigen und freundlichen Art die Herzen der Kinder erobert!

2.Februar 2016

Heute war der erste Dienstag im Monat und somit "Mia Tag" in der Lebenshilfe Berlin im Bezirk Pankow .

Vor allem eine Bewohnerin hat Mia mit ihrem Besuch sehr glücklich gemacht, die Carmen. Denn die hat heute Geburtstag und schon seid einigen Wochen auf diesen Tag hin gefiebert. Unser kleines Geschenk war extra für Carmen ein kleines Show Programm!

Die Überraschung war uns gelungen wie ihre strahlenden Augen dann bewiesen. 

Und wir freuen uns mit ihr !

Das Thera-Pon-Team in der Schweizer Presse!

MIA und KIMI – Stars in Mecklenburg –Vorpommern

 

Unser letzter Projekttag in der 5. Klasse war der Tag, auf den wir schon das gesamte Schuljahr gespannt waren.

Unsere Klassenlehrerin hat uns nicht allzu viel verraten und wir hörten nur „Hunde“, weil das für uns schon bedeutete, dass es bestimmt super werden muss. Es hat uns nicht interessiert, dass das Thema eigentlich „Gefahrenprävention im Umgang mit Hunden“ ist, denn wir Schüler haben ja fast alle einen Hund und Angst? – Angst haben wir keine! Aber wie sich im Gespräch mit der Trainerin Frau Hommel herausstellte, hatte unsere Lehrerin Angst!

Wir trafen uns mit Frau Hommel, Mia und Kimi in einem Ausflugslokal, weil wir Schule mit Hunden nicht in der Schule machen wollten und das war auch gut so. Denn wir hatten alle die Möglichkeit uns gemütlich zusammenzusetzen, miteinander zu reden und zu tüfteln, uns für die Gruppenarbeit auf dem Gelände zu verteilen und auch zwischendurch zu spielen. 

Mia und Kimi konnten sich frei bewegen oder zurückziehen und ausruhen, wenn wir die beiden zu sehr angestrengt hatten.

Es war für uns Hundebesitzer ein sehr kurzweiliger und  lehrreicher Vormittag  - wir haben viele wichtige Tricks und Tipps bekommen und unsere Klassenlehrerin hat auch gelernt, dass man gar nicht ängstlich sein muss. 

Uns allen hat dieser Tag suuuuuper gefallen und wir hoffen, dass wir Mia und Kimi in Begleitung von Frau Hommel (oder umgekehrt?) bald wiedersehen.

 

Vielen lieben Dank sagen die Schüler, der Elternrat und die Klassenlehrerin der Klasse 5b der Regionalen Schule "Am Wasserturm" in Strasburg(Um.)

Die Übergabe der "Flamme der Hoffnung" an den Katharinenhof

Die Flamme der Hoffnung beim Thera-Pon-Team

„Die Flamme der Hoffnung – The Flame Of Hope“ erreicht „Tiere helfen Menschen“ und somit auch das „Thera-Pon-Team“ in Neuenhagen

Schon bei der Ankunft wurde die kleine Hoffnungsflamme zusammen mit Doreen Adam lautstark begrüßt und herzlich in Empfang genommen. Mia und Kimi nahmen gemeinsam mit ihrem Frauchen Bärbel Hommel „Die Flamme der Hoffnung – The Flame Of Hope“ liebevoll in ihrem Zuhause auf. Bärbel Hommel ist nicht „nur“ ehrenamtlich als Regionalleiterin für „Tiere helfen Menschen“ tätig, sondern engagiert sich auch im „Thera-Pon-Team“ mit viel Liebe. Die beiden Therapiehunde konnten ihre Schnüffelnasen gar nicht von der Flamme lassen und mussten sie innig begutachten. Das Team der Solidaritätsaktion „Die Flamme der Hoffnung – The Flame Of Hope“ freut sich mit Bärbel Hommel und ihren lieben Vierbeinern zukünftig auch gemeinsam Begegnungen mit betroffenen Familien der Aktion gestalten zu können. Bis zum 10.07.2015 war die Flamme in Neuenhagen bevor Bärbel Hommel sie im Rahmen ihres Gastgeberaufenthalts an den Katharinenhof in Fredersdorf weitergab.

 
 

Schulbesuche in Berlin und Brandenburg

Im April 2015 hat das Thera-Pon-Team Schulen in Berlin und Brandenburg besucht.

Die Schüler der 2. Klasse in Berlin waren sehr aufmerksam und interessiert. Die Herausforderung für das Team waren Einsätze an drei Tagen. Jeweils eine Stunde lernten die Kinder viel über das Leben von Hunden und den Umgang mit ihnen. Hier war Kimi im Einsatz und hat sich dabei super geschlagen.
In Brandenburg besuchten wir im Rahmen einer Projektwoche Schüler der 1. bis 5. Klasse. Bei den 15 Schülerinnen und Schülern waren Mia und Kimi dabei. Auch diese neue Aufgabe haben wir sehr gut gemeistert. Über die Reaktionen aus beiden Schulen haben wir uns natürlich sehr gefreut.

23.2.2015 Medizin mit Streichelfaktor

Lena Friedrich, Studentin an der Katholischen Stiftungshochschule München im Fach Gerontologie, schrieb das folgende Essay über den Einsatz des Thera-Pon-Teams

Der Einsatz von Therapiehunden bei Demenzerkrankten

                                                                     

Der Hund gilt als der beste Freund des Menschen. Er wedelt fröhlich mit dem Schwanz, wenn Herrchen oder Frauchen nach Hause kommt, freut sich riesig, wenn mit ihm gespielt wird und verfolgt seine Bezugsperson am liebsten auf Schritt und Tritt. Seine Treue, Ergebenheit, Intelligenz und Zuneigung empfinden wir als außerordentlich lohnend. Schon seit der Domestizierung des Wolfes zum Haushund nutzt der Mensch dessen Eigenschaften. Aufgrund ihrer rassebedingten Besonderheiten können Hunde in den verschiedensten Gebieten eingesetzt werden. Neben dem Gebrauch von Hunden als beispielsweise Jagd-, Wach-, oder Hütehunde, werden diese in den letzten Jahren vermehrt auch in den medizinischen und therapeutischen Bereich miteinbezogen. So wird die tiergestützte Therapie unter anderem auch bei demenziell Erkrankten angewandt. Eine Pflegeeinrichtung, die dieser Therapieform besondere Bedeutung schenkt, ist der Katharinenhof am Dorfanger bei Berlin. Das Konzept dieser Pflegewohnanlage ist bislang in Deutschland einmalig, denn dort leben ausschließlich demenziell Erkrankte. Die Spezifität der Einrichtung zeigt sich sowohl in deren Architektur als auch in deren Angeboten. So werden die Patienten u.a. zwei Mal wöchentlich von Therapiehunden besucht. Einer von ihnen ist die dreijährige Polski Owczarek Nizinny (PON) Hündin Mia, die zusammen mit ihrer Besitzerin Bärbel Hommel als Therapiehund am Katharinenhof arbeitet. Bärbel Hommel ist von Beruf Krankenschwester und verspürte den Wunsch, ihre Liebe zu Hunden in ihren beruflichen Alltag miteinzugliedern. Bereits mit ihrer ersten PON Hündin Debby arbeitete sie ehrenamtlich im Besuchsdienst in Alten- und Pflegeheimen. Nach Debbys Tod entschied sie sich, die Arbeit in der tiergestützten Therapie fortzuführen und zu professionalisieren. Aufgrund rassespezifischer Eigenschaften wie dem stark ausgeprägten Arbeitstrieb, dem Willen zu Gefallen und seiner hohen Intelligenz eignet sich die Rasse des Polski Owczarek Nizinnys zur Ausbildung eines Begleithundes. So ist Mia seit 2013 zertifizierter Therapiebegleithund und unterstützt Bärbel Hommel bei ihrem Hauptaufgabenfeld, der Betreuung dementer Senioren.
Doch inwiefern ist die Anwendung von tiergestützter Therapie bei demenziell Erkrankten überhaupt sinnvoll und welche Chancen und Risiken ergeben sich dabei aus dem Einsatz von Therapiehunden in Krankenhäusern und Pflegeheimen?

Um diese Frage angemessen beantworten zu können, muss zunächst geklärt werden, wie das Krankheitsbild der Demenz aussieht und wie der Begriff der tiergestützten Therapie definiert ist.

Das demenzielle Syndrom tritt in Folge einer meist chronischen oder fortschreitenden Erkrankung des Gehirns mit Störung vieler höherer kortikaler Funktionen, einschließlich Gedächtnis, Orientierung, Denken, Lernfähigkeit, Sprache, Auffassung, Rechnen und Urteilsvermögen, auf. Dieser Prozess wird häufig durch die Verschlechterung der emotionalen Kontrolle, der Motivation und des Sozialverhaltens begleitet (Dilling, 2014). Eine mögliche Form der nicht-medikamentösen Behandlung dieser Erkrankung stellt dabei die tiergestützte Therapie dar. Der Begriff tiergestützte Therapie entstand auf Basis des englischen Begriffs Animal Assisted Therapy (AAT), welcher durch die amerikanischen Pet Partners (ehemals Delta Society) geprägt wurde. Dies ist ein 1977 gegründeter Zusammenschluss von Organisationen, Tiertrainern, Tierbesitzern und Wissenschaftlern zur Ausarbeitung von Standards und Richtlinien für die tiergestützte Arbeit. Bei der AAT handelt es sich um eine Intervention, bei der das Zusammentreffen zwischen Mensch und Tier im Vordergrund des Behandlungsprozesses steht. Wichtig dabei zu erwähnen ist, dass bei der tiergestützten Therapie der Mensch als Haupttherapeut arbeitet und der Hund lediglich als Co-Therapeut fungiert. Ziel der Therapie ist eine Verbesserung des physischen, sozialen, emotionalen und kognitiven Zustands. In der Praxis wird dies durch verschiedene Interaktionen zwischen den Demenzerkrankten und dem Therapiehund versucht zu erreichen. Beispielsweise erhalten die Patienten den Auftrag, das Spielzeug des Hundes zu verstecken, was dieser daraufhin suchen muss oder sie werden dazu aufgefordert, den Hund Kunststücke aufführen zu lassen. Findet die Therapie als Gruppensitzung statt, werden die Demenzerkrankten häufig in verschiedene Teams aufgeteilt und treten zum Beispiel in diversen Ball- und Gedächtnisspielen gegeneinander an. Die Gewinnermannschaft darf zur Belohnung dem Hund ein Leckerli geben oder ihn ein Kunststück aufführen lassen. Durch diese Aktivitäten sollen die Motorik, die Kognition, das Körpergefühl, der Antrieb, die Kommunikation und die Aufmerksamkeit der Patienten gefördert werden (Schervier-Vogt, 2014.).

Doch wie bei allen Dingen im Leben werden auch bei der tiergestützten Therapie kritische Stimmen laut, die vor möglichen Gefahren und Risiken warnen und natürlich berücksichtigt werden müssen. Der wohl am häufigsten genannte Grund gegen den Einsatz von Tieren in Krankenhäusern oder Pflegeeinrichtungen ist der hygienische Aspekt. Hunde sind wie alle Tierarten potenzielle Überträger von Infektionen und Parasiten und stellen somit ein Risiko für die Patienten dar. Therapiehunde werden jedoch verpflichtend regelmäßig geimpft, entwurmt und von einem Veterinär gründlich untersucht, wodurch ein mögliches Ansteckungspotenzial deutlich verringert wird. Absprachen mit der Hygieneabteilung und den daraus resultierenden Änderungen im Hygieneplan erlaubten es, tiergestützte Therapie neben dem Einsatz in Pflegeeinrichtungen auch in Akutkrankenhäusern durchzuführen (Püllen et al., 2013).

Ein weiterer Punkt, der von Gegnern der tiergestützten Therapie oft angekreidet wird, ist der Ausschluss vieler potenzieller Teilnehmer. Patienten, die an einer Hundephobie leiden oder an einer Hundehaarallergie erkrankt sind, dürfen nicht an der Therapie teilnehmen. Ausgeschlossen sind ebenfalls Demenzerkrankte, bei denen zusätzlich offene Wunden, Immunsuppressionen (wie z.B. Aids), eine Besiedlung mit isolationspflichtigen Erregern (z.B. mit MRSA, VRE) oder zentralvenöse Katheter vorliegen (Püllen et al., 2013). Für Patienten, die in dieses Ausschlusskriterium fallen, besteht aber die Möglichkeit, an anderen nicht-medikamentösen Therapieformen, wie der Musik- oder Maltherapie teilzunehmen.

Außerdem können sowohl beim Patienten als auch beim Hund Angst- oder Panikattacken ausgelöst werden, weshalb eine vorsichtige Herangehensweise und ausreichende Instruktionen für alle Teilnehmer sowie eine spezielle Schulung des Personals unabdingbar sind. Des Weiteren hat sich gezeigt, dass Patienten häufiger Angst vor Hunden als vor allen anderen Therapietieren haben, was einen Nachteil für die Arbeit von Hunden in der tiergestützten Therapie darstellt (Schevier-Vogt, 2014).
Gegner fürchten ebenfalls eine Überforderung des Tieres. Beschränkt man jedoch den Einsatz des Hundes auf zwei bis drei Sitzungen pro Woche und räumt ihm auch zwischen den Einheiten genügend Pausen ein, kann eine Überanstrengung des Tieres vermieden werden.

Neben diesen soeben aufgeführten Argumenten, existiert jedoch auch eine Vielzahl an positiven Aspekten, die den Einsatz von Therapiehunden bei Demenzerkrankten gutheißen.
Im Vergleich zu anderen Therapietieren, wie zum Beispiel Pferden, werden bei Hunden keine speziellen Räumlichkeiten zur Ausübung einer Therapiesitzung benötigt. Dies vereinfacht die Planung und Organisation und ermöglicht eine Kosteneinsparung. Auch gilt der Hund als das am leichtesten zu trainierende Tier. Durch das natürliche auf den menscheneingehende Wesen des Hundes und seine auffordernde Art kann eine Mensch-Tier-Interaktion leicht ermöglicht werden. Diese Aussage darf jedoch nicht pauschalisiert werden, denn nicht alle Hunde eignen sich zur Ausbildung eines Therapiehundes. Wilde, stürmische Hunde mit einem geringen Toleranzbereich sind zur Ausübung dieser Art von Arbeit nicht prädestiniert.

Die am schlagkräftigsten Argumente für den Einsatz von Therapiehunden bei demenziell Erkrankten liefern die Ergebnisse von Studien, u.a. die, die an den Frankfurter Diakonie Kliniken durgeführt wurden. Insgesamt nahmen dort 105 Patienten über ein Jahr lang regelmäßig an tiergestützten Interventionen teil. Bei 58% konnte eine Stimmungsverbesserung festgestellt werden. Von einer Stimmungsverbesserung wurde ausgegangen, wenn die an der Therapie teilnehmende Psychologin eine Änderung in Mimik und Gestik, ein Lachen oder ein Nachlassen der Körperspannung beobachtete. 54% nahmen aufmerksam an der Therapie teil und es konnte eine Verbesserung der Aktivität erzielt werden. Auch nach Beendigung der Sitzung berichtete das Pflegepersonal von positiven Erfahrungen. Die Demenzerkrankten verhielten sich nach der Therapie weiterhin kommunikativer und aufmerksamer. So wurde zum Beispiel beim Abendessen das Thema „Hund“ vermehrt von den Patienten angesprochen. Nach Einschätzung der Pflege waren die Patienten durch die Teilnahme an der Therapie beschäftigt, ruhten daher am Nachmittag weniger und schliefen aufgrund der daraus resultierenden Müdigkeit am Abend besser (Püllen et al., 2013). Andere Studien veröffentlichten ebenfalls positive Gesichtspunkte, die durch den Einsatz von Therapiehunden bei demenziell Erkrankten beobachtet wurden. So wurde neben einer Verbesserung des Selbstwertgefühls (Tribet et al., 2008) auch eine Abnahme der Herzfrequenz, des Blutdrucks und weiterer physischer Stressindikatoren erreicht (Kanamori et al., 2001; Walsh et al., 1995).

Auch wenn die Gründe, die gegen den Einsatz von Therapiehunden bei Demenzerkrankten sprechen, ihre Berechtigung haben, überwiegen meiner Meinung nach eindeutig die Vorteile, die diese Therapieform mit sich bringt. Hält man sich an hygienische Vorschriften und führt die tiergestützte Therapie in professionellem Rahmen durch, bestehen weder für die Patienten noch für die Hunde Risiken, die für die Teilnehmer eine Gefährdung darstellen würden. Die positiven Resonanzen beweisen, dass der Einsatz von Therapiehunden im Demenzbereich sinnvoll ist, denn dadurch können den zum Teil kognitiv sehr stark beeinträchtigten Patienten kleine Lichtblicke geschenkt werden, indem sie zumindest für eine kurze Zeit zurück in unsere Welt geholt werden. Zwar spricht die tiergestützte Therapie nicht bei allen Patienten an und es kann bisher keine Aussage darüber getroffen werden, bei welchen Patienten die Wahrscheinlichkeit am größten ist, dass die Therapie eine Verbesserung des physischen sowie psychischen Zustands mit sich bringt.  Aber die Akzeptanz der Patienten gegenüber der Therapieform ist gut und bei über der Hälfe der Teilnehmer wurde die Stimmung und das Verhalten positiv beeinflusst. Dies ist ein Beleg, dass der Einsatz von Therapiehunden im Demenzbereich sinnvoll ist. (Püllen et al., 2013). Da tiergestützte Interaktionen in Deutschland überwiegend nur in Pflegeheimen angeboten werden, sollte über einen Ausbau dieser Therapieform auch in Krankenhäusern nachgedacht werden. Denn Tiere sind dazu in der Lage die Patienten auf einer ganz anderen Ebene anzusprechen und können dadurch ihren Alltag bereichern, indem sie z.B. ihre Aktivität fördern, ihre Unruhe mildern oder ihre Stimmung aufhellen.

Auch Bärbel Hommel berichtet von positiven Erfahrungen, die sie gemeinsam mit ihrer Therapiehündin Mia gemacht hat. Eine ihrer Patientinnen ist die 80-jährige Frau E., die sie wöchentlich im Katharinenhof besucht. Weder durch das Pflegepersonal noch durch ihre Angehörigen lässt sich die Dame mobilisieren und verbringt den ganzen Tag im Bett. Jedes Mal, wenn Bärbel Hommel das Zimmer der Patientin betritt, bietet sich ihr das gleiche Bild. Frau E. liegt angezogen in ihrem Bett und schläft, woraufhin sie diese behutsam weckt und ihr erklärt, dass sie Besuch mitgebracht habe. Freudig richten sich dann ihre Augen auf Mia, doch auf die Frage, ob sie den Hund streicheln möchte, antwortet sie stets: „Lieber nicht, ich bin müde.“ Erst nachdem Bärbel Hommel die Frau dazu ermutigt hat, mit ihr nach draußen zu gehen, weil Mia dringend „Pipi“ muss, verlässt sie freiwillig ihr Bett und steht auf. Nachdem Frau E. mit Unterstützung durch Bärbel Hommel ihre Schuhe angezogen hat, nimmt sie Mia an die Leine und sie gehen gemeinsam in den Garten. Dort spazieren sie eine große Runde um das Haus. Für kurze Verschnaufpausen stehen Bänke in der Grünanlage zur Verfügung, auf denen sie für einige Minuten verweilen. Diese Gelegenheit nutzt Bärbel Hommel, um die Aufmerksamkeit von Frau E. zu schulen und ihre Fein- und Oberkörpermotorik anzuregen. Beispielsweise muss Frau E. einen Ball werfen, den Mia anschließend wieder zurück bringt oder Mia führt verschiedene Kommandos von Frau E. aus, woraufhin sie von dieser durch Leckerlis belohnt wird. Seit Bärbel Hommel die Patientin regelmäßig mit ihrer Hündin besucht, berichtet das Pflegepersonal, dass diese seitdem viel wacher sei und sich häufiger zum Aufstehen überreden ließe.
Dies ist nur eins von vielen positiven Beispielen, über die Bärbel Hommel mir stolz berichtet hat. Die Arbeit erfüllt sie sehr und bereitet ihr bei jedem Einsatz erneut große Freude. „Wer einmal in das vergrämte Gesicht eines alten, kranken Menschen geblickt hat und sehen durfte, wie es sich aufhellt, wenn seine Hand über das weiche Hundefell gleitet, kann mich verstehen“, erzählt sie. Sie hat vor, ihre Arbeit auch in den nächsten Jahren fortzuführen und hofft auf eine noch bessere Zusammenarbeit von Sozialdienst, Ergotherapeuten und der Pflege, um die Patienten noch effektiver betreuen zu können.

                                                                                                          22.02.2015

 

 

Medizin mit Streichelfaktor
Lena Friedrich setzt sich mit dem Einsatz von Therapiehunden bei Demenzkranken auseinander
Essay_Der Einsatz von Therapiehunden bei[...]
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Januar 2015 Besuch in der Grundschule Neuenhagen

27. September 2014

 

Es ist geschafft! 

Mia und Kimi sind jetzt zertifizierte Schulhunde und wir sind alle mächtig stolz!

16. September 2014

 

Mia und Kimi unkompliziert und liebevoll mit der kleinen Tochter von Freunden ..... auch hier ein gutes Team!

16. September 2014

Jetzt sind wir als Team schon seit einigen Wochen im Eisatz und haben hier auf der HP noch nicht berichtet. Das wird sich in der nächsten Zeit ändern - versprochen!

Ihr könnt unsere Arbeit aber auch auf unserer facebookseite 

https://www.facebook.com/pages/Theraponteam/1451891878366402?fref=ts&locale=de_DE

verfolgen!

Wir freuen uns auch hier über Euren Besuch!

Kimi und Mia haben den Hundeführerschein bestanden!

Juni 2014

Mia und Kimi feuern das deutsche Team an! Es hat geholfen!

29. Juni 2014

Wir sind umgezogen und nehmen in wenigen Tagen unsere Arbeit in Brandenburg wieder auf. Wir freuen uns schon jetzt auch viele neue Begegnungen.

 

27. April 2014

Der sieht doch nix! - Ein Beitrag von Margit Weber

Gerade stellte sich in unserer Famiie wieder die Frage - "Sieht Cleo noch genug?" Dazu fällt mir ein alter Tagebucheintrag für sie ein, den ich - mal was anderes - hier einstellen möcht....

„Der sieht ja nix“

Geht es ihnen auch so? Irgendwie kann man diesen Satz schon nicht mehr hören! Bei jedem Spaziergang müssen wir uns mehrmals diesem Problem stellen und meist antworte ich darauf irgendetwas wie „ Die sieht schon was sie sehen will“ oder ähnliches - je nach Lust und Laune. Aber manchmal nervt es mich und es beginnt die Phase „Cleo einen Haargummi anbringen“.

Davon brauchen wir dann aber am Tag mindestens 3 Stück und das begrenzt diese Phase von ganz natürlich. Dann wird auf unseren Spaziergängen eben das Zöpfchen kommentiert, meist mit „Ach sieht die süß aus!“ ( was machen da eigentlich die Rüdenbesitzer?) Ich höre mich spontan darauf antworten, dass sie ja sonst nichts sehen würde – ohne mir dabei gleich der Ironie des Ganzen bewußt zu sein...

Aber ich gehöre ja schließlich nicht zu der Gattung Hundebesitzer, die ihre Vierbeiner aus Leidenschaft mit Mäntelchen und Schleifchen im Haar ausstaffieren!

Hin und wieder gehen wir zu einer Hundepflegerin und holen uns professionelle Hilfe für unser kleines Fellmonster und da hab ich es letztes Mal echt ordentlich mitbekommen:
erzählt mir die Dame nicht, dass sie ihrem Hund, einen Beardedcollie, nun den Pony geschnitten hätte und sie der Überzeugung sei, dass der Hund damit spürbar an Lebensqualität gewonnen hätte! Ich muss zugeben, dass mich diese Aussage ganz schön getroffen hat. Man will schließlich nur das Beste für seinen geliebten Hund!

Abends sitze ich mit meiner Familie am Tisch und erzähle von diesem Gespräch. Dabei fällt mein Blick auf unseren Jüngsten, der sich gerade der Skaterszene zugehörig fühlt und dessen Augen auch erst mit einem gekonnten Kopfschütteln freigegeben werden. Ich frage ihn spontan nach seiner Lebensqualität ( gehöre zugegeben eben auch zu den Müttern, die Jungs gerne mit kurzen Haaren sehen!). Ich bekomme zur Antwort, dass ER damit schon zurecht käme und ich mich einfach nicht einmischen solle – und ich denke das trifft's!

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